Recht auf gutes Wohnen!

  1. Der gesicherte Zugang auf Wohnraum ist ein Menschenrecht!
    Jeder Mensch hat ein Anrecht auf Wohnraum (Europäische Sozialcharta 1996, Teil 1, 31). Die Europäische Sozialcharta wurde von Deutschland ratifiziert findet aber in der Praxis keine Anwendung. Im Gegenteil: Die Zahl der Obdachlosen steigt in den letzten Jahren. Heidelberg hat sogar eine unrühmliche Spitzenposition im Vergleich mit anderen Städten in Baden-Württemberg. Wir fordern ein Ende der Obdachlosigkeit und die Umsetzung der Sozialcharta in Heidelberg und darüber hinaus. 
  2. Gutes Wohnen für Alle!
    Wir denken, dass ein gutes und bedürfnisgerechtes Wohnen für alle ermöglicht werden kann. Es kann nicht sein, dass beispielsweise Menschen mit kleinem Geldbeutel automatisch an lauten Straßen oder in abgelegenen Stadtteilen mit schlechter Anbindung oder Infrastruktur leben müssen. Darüber hinaus müssen wir im gemeinsamen Austausch klären, was gut und bedürfnisgerecht konkret heißt.
  3. Für ein Wohnen frei von Diskriminierung
    Menschen müssen unabhängig von finanziellen Möglichkeiten, Hautfarbe, Geschlecht, Sexualität, Körperlichkeit, Aufenthaltsstatus, Alter oder Religion einen gerechten Zugang zu Wohnraum haben. Wir fordern eine Wohnungspolitik die gerecht, sozial und divers ist, sodass sie allen ein gutes Leben ermöglicht. 
  4. Schrittweise Verdrängung des privaten Wohnungsmarktes
    Die reine Verteilung von Wohnungen über den Wohnungs- und Immobilienmarkt läuft dem Menschenrecht auf Wohnungen zuwider. Denn Vermieter*innen egal ob Großkonzern, mittelständisches Familienunternehmen oder Einzelpersonen agieren profitorientiert. Selbst Einzelpersonen, die nach sozialen Kriterien vermieten, werden durch das Finanzamt dazu genötigt profitorientiert zu vermieten. Um den gesicherten Zugang zu gutem Wohnraum allen Menschen zu garantieren muss der private Wohnungsmarkt zurückgedrängt und stattdessen demokratische Alternativen aufgebaut werden. In Großstädten in denen Großkonzerne wie die Deutsche Wohnen AG oder Vonovia im großen Stil aktiv sind, halten wir die Enteignung nach Artikel 15 GG für ein probates Mittel.