Wohnen darf nicht mehr als 1/3 des Nettoeinkommen kosten.

Wenn mehr als 1/3 des Einkommens für die monatliche Miete verwendet werden muss, bleibt für die restliche Lebensführung nicht mehr viel Geld übrig. Das gilt vor alle für Menschen mit geringem Einkommen. Hier offenbart sich eine doppelte Ungerechtigkeit: Menschen mit viel Geld müssen prozentual weniger von ihrem Gehalt für ihre Miete zahlen, als die, die ohnehin schon kein großes Einkommen haben. Laut einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung müssen ca. 40% aller deutschen Haushalte mehr als 1/3 ihres Einkommens an ihre/n Vermieter/in abgeben. Etwa 1,3 Millionen Haushalte (überwiegend in Großstädten) haben nach Abzug ihrer Mietzahlung nur noch ein Resteinkommen zur Verfügung, das unterhalb der Hartz-IV-Regelsätze liegt.